„Ein Mann, der überzeugt wird gegen seinen Willen, bleibt seiner Meinung treu im Stillen.“

– Samuel Butler –

Diese erste Episode nach der Sommerpause beschäftigt, sich mit dem Thema wirksamer Kommunikation und wie geht es eigentlich, andere Menschen zu überzeugen?

Wir schauen uns einige Gründe dafür an, weshalb es Menschen so schwerfällt, ihre lieb gewonnene Meinung zu überdenken. Und dann gibt es einen neuen oder vielleicht ja auch ein eher alter Tipp, wie ein einfach erfolgreicher Meinungsaustausch gelingen kann.

Wann hast du zuletzt versucht, jemanden zu überzeugen, oder bist vielleicht sogar zumindest anscheinen wider Deinen Willen überzeugt worden?

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„Ein Mann, der überzeugt wird gegen seinen Willen, bleibt seiner Meinung treu im Stillen.“
– Samuel Butler –

Diese erste Episode nach der Sommerpause beschäftigt, sich mit dem Thema wirksamer Kommunikation und wie geht es eigentlich, andere Menschen zu überzeugen?

Wir schauen uns einige Gründe dafür an, weshalb es Menschen so schwerfällt, ihre lieb gewonnene Meinung zu überdenken. Und dann gibt es einen neuen oder vielleicht ja auch ein eher alter Tipp, wie ein einfach erfolgreicher Meinungsaustausch gelingen kann.

Wann hast du zuletzt versucht, jemanden zu überzeugen, oder bist vielleicht sogar zumindest anscheinen wider Deinen Willen überzeugt worden?

Lass es uns gerne wissen, gerne in den Kommentaren oder z.B. auf LinkedIn.

Ein freundliches Hallo und herzlich willkommen zurück hier im Einfacherfolgreich Podcast. Die Sommerpause war jetzt doch ein, zwei Wochen länger als gedacht. Umso schöner ist es wieder, mit dabei zu sein. Und heute geht’s wieder um einen Spruch, der mich in den letzten Wochen begleitet und auch ein wenig beschäftigt hat. „Einen Mann, der überzeugt wird gegen seinen Willen“, bleibt seiner Meinung treu im Stillen. Das hat vor knapp 400 Jahren Samuel Butler, der Ältere gesagt. Ein Mann, der überzeugt wird gegen seinen Willen bleibt seiner Meinung treu im Stillen. Ich bin drüber gestolpert, als ich die Zeit genutzt habe, um mich nochmal mit ein paar Klassikern vertraut zu machen. Sicher hast du auch schon mal, wie man Freunde gewinnt, von der Helcarnici gehört, gelesen oder zumindest etwas davon gehört. Was soll ich sagen? Manchmal gibt es ja diese Zitate, du kennst das vielleicht auch, die dir über die Füße stolpern, gerade wenn es sehr, sehr passend ist. Im privaten Kontext und vor allem auch in ein, zwei Coachings war das gerade mal wieder Thema. Wie geht das eigentlich mit der Überzeugung und was muss ich tun, damit es eben nicht bei Blippenbekenntnissen bleibt, sondern eine echte Überzeugung entstehen kann, die dann auch sich in neuem Verhalten, in vielleicht sogar einem kooperativen Verhalten, einem gemeinsamen Ziel verpflichtenden Verhalten Ausdruck findet. Dann lass uns doch mal überlegen, weshalb Menschen eigentlich dazu neigen an ihren Überzeugungen festzuhalten. Später habe ich sicherlich auch noch ein, zwei Tipps, was du tun kannst. Doch lass uns erst mal überlegen. Hier sind diese grundsätzlichen Fakten und weshalb fällt es in bestimmten Situationen. Ich behaupte einfach mal allen, wenn nicht sehr, sehr vielen Menschen schwer, so schwer die offensichtlichen Fakten sich anzuschauen und zu der neuen Deutung zu kommen. Sagt das womöglich etwas nach seinem Bedürfnis nach Konsistenz und Stabilität aus? Dieses Bedürfnis, was sich eben auch in der Confirmation bys oder der Bestätigungsverzierung äußert. Also, also dass wir mit unserem Filter Informationen aufnehmen und diese Filter dann dazu benutzen, unsere eh schon überzeugenden oder bestehenden Überzeugungen zu bestätigen. Das hat natürlich wiederum eine Wechselwirkung, wie wir die Realität wahrnehmen. Also ganz häufig erlebe ich es, dass neue Fakten gesucht werden, denkt man, ein paar Studien, die in Auftrag gegeben werden, neue Zahlen, Statistiken, was auch immer in Auftrag gegeben werden, dann passt das Ergebnis entweder zu den Erwartungen, dann ist alles gut. Oder aber die Erklärung werden dann doch noch mal ganz kreativ umgedeutet. Damit sie eben zu dem, was gefunden werden sollte, was sowieso schon geglaubt wird und auch hier können wir noch mal über deine eigenen Glaubenssätze zur Überzeugung sprechen, was also genau dazu passt. Also das dürfen wir natürlich immer berücksichtigen, denn wir sind ja zu einer Überzeugung gelangt, hatten ja schon ein bisschen Vorbereitung drauf. das da was kommt und in einem Gespräch kann es sehr gut sein, dass wir oder wir anders die Information über das neue, ja erstmalig hört und dann natürlich andere Überzeugungen bislang hatte, die er eben nicht dadurch bestätigt findet und hier ist dann auch wieder diese, was soll ich sagen? Uns Menschen in eine wohnte Fauleid gegenüber Veränderungen. Also das Bestehen ist erst mal gut, hat uns hier überleben lassen und warum müssen wir überhaupt was anderes machen? Das mag das hier nicht so gerne auch um Energie zu sparen und vor allem was wir kennen, das kennen wir ja. Was wir noch nicht kennen, kennen wir noch nicht, haben noch keine Meinung dazu und so eine Widerstand gegen Veränderungen nennt sich das, glaube ich, die ist zunächst erst mal da, wenn wir selber nicht auf den Gedanken gekommen sind. Da ist eine Sache, die wir auch mal anders machen könnten. Vielleicht ist ja auch dein Erleben, der Mensch, der überzeugt wird, wie der sein will, dass es Menschen gibt, die erst mal „Ja“ sagen und dann trotzdem nicht anders handeln, bleibt seiner Meinung treu im Stillen. Und ich behaupte jetzt einfach mal, dass sowohl bossartig passiert, dass du Menschen triffst, die schon wissen, dass sie jetzt Ja sagen, aber nein meinen. Oder von mir aus mit der geballten Faust in der Tasche Ja sagen und wissen, dass sie alles dran setzen werden, das zu vereiteln. Und ich behaupte, es gibt auch die Situation, wo erst Ja gesagt wird, Ja geglaubt wird und später dann, ach ja, fehlt die Erinnerung dran, sage ich mal so. Und gar nicht böshaft oder intentional, sondern es passiert einfach so. Auch um sozusagen dem Konflikt im Moment auszuweichen, klingt ja auch plausibel, was da steht, die Kausalität scheint gegeben und selber noch nicht oder kein Argument mehr zu haben, über das nachgedacht wurde, was wohl ausgereift ist, was jetzt stechen könnte. Aber eben, naja, es bleibt im Grunde bei dieser oberflächlichen Zustimmung. Ich kann jetzt nichts entgegnen, Deswegen muss ich ja offensichtlich ja sagen und es kann sein, dass es auf der argumentativen Ebene ist. Es kann auch sein, komm du hast recht, ich meine Ruhe, dass es sozusagen dieser Konfliktvermeidung ist. Darauf kannst du natürlich dann doch wieder umachten. So, dann ist natürlich die Frage, wie lässt sich jetzt effektiv kommunizieren? Wie kannst du effektiv kommunizieren, ohne dass die die andere Person oder Gruppe sich automatisch quasi in die Defensive gedrängt fühlt. Also im Grunde geht es mal wieder darum, dass du eine Atmosphäre des Vertrauens und der Aufneidenschaft schaffen möchtest. Also die Kunst der Überzeugung. Lass uns das mal so nennen. Wie kann man Menschen überzeugen, ihre Meinung zu ändern? Und jetzt sage ich, ich glaube im Grunde gar nicht. Wir können Ihnen Sichtweisen präsentieren, Ihnen Angebote machen, dass Sie sozusagen auf die Idee kommen, ich habe bislang immer, keine Ahnung was, Toastbrot mit Butter gegessen, weil Sie bislang nichts anderes dastehen hatten. Wir können auch mal ein Kneckebrot oder ein Brötchen oder was auch immer und statt der Butter vielleicht Marmelade oder Käse oder denkt ihr was aus, hinstellen. Also Also das Angebot an möglichen Alternativen, Denkweisen, Sichtweisen erweitern und sie dann so sehr viel vollnehmen, also auf Augenhöhe begegnen, dass sie die Wahl haben. Also wenn wir sozusagen in das Gespräch reingehen mit der Intention „Ich habe meine Meinung, der andere hat seine Meinung und dann findet ein Meinungsaustausch statt und er geht mit meiner Meinung raus“, das kann gut gehen und muss es nicht gut. gehen. Deswegen, wie wär’s denn, dass wir akzeptieren, es gibt diese Komfortzone. Also die männliche Neigung im Bekannten zu verharren. Erstens, weil es sich sicher und vertraut anfühlt. Und zweitens, weil zumindest bekannt ist, was da ist. Du hast wahrscheinlich auch schon mal gehört, diese Furchtvorbildung im Unbekannten. Ich bleibe hier lieber in dieser misslichen Lage sitzen, die ich kenne, als in die Veränderung zu gehen, was neues auszuprobieren, was womöglich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel besser ist, ich aber gar nicht so ganz genau weiß, wo das hinführt. Also diese Gefahr dürfen wir den Menschen sozusagen auch erstmal nehmen und das geht aus meiner Sicht daher, dass wir uns erstmal die Zeit nehmen, ihnen zuzuhören. Also auch hier mal wieder dieses aktive Zugehören und natürlich als aktives Zuhören heißt wirklich verstehen wollen, nicht mit Fragen an den passenden Stellen reagieren, die Motive des anderen herauszuhören und für sich selber die Perspektive zu verstehen, dem anderen aber vor allem auch das Gefühl zu geben, dass seine Perspektive gehört wurde und nicht einfach nur ein „Ja, du hast recht“ und „Ich meine Ruhe zu hören“, sondern dass es wirklich um ein Meinungsaustausch geht, also sprich „Du darfst deine Meinung sagen, Ich darf meine Meinung sagen und dann schauen wir mal was das richtige für uns beide ist. Genau, weil wir eben auch wissen, dass Menschen Verluste nicht ganz so gerne mögen. Also das ist in deinem Hirn drin. Die Angst von einem Verlust, von einem kleinen Verlust, ist sehr viel höher als die Vorfreude auf ein möglicherweise großen Gewinn. Das heißt, diese Verlust-Aversion, die uns und unserer Natur innewohnt ist, die bezieht sich natürlich auch auf, die ich soll jetzt mein gewohntes Weltbild aufgeben und ein neues anfassen. Ja, das dürfen wir eben einfach mit mit einkalkulieren. Genauso was wie natürlich die sozialen Faktoren. Also hier ist diese Gruppe, die sich ein Ziel gesetzt hat, die feststellen, das ist der bisherige Weg führt noch nicht dahin. Was können wir denn jetzt machen? Und dann ist natürlich die Frage, was ist sozusagen in der Gruppe normales Verhalten, weil wir auch wissen, dass Menschen zur Gruppe dazugehören wollen. Oder Angst haben, diese Sorge aus der Gruppe ausgeschlossen zu sein. Und das ist ganz häufig eine unbewusste Sorge. Und als letzten Punkt möchte ich noch ansprechen, dass es natürlich auch diese kognitive Dissonanz gibt. Also dieses Konzept, dass Menschen ein konsistentes Selbstbild aufrecht erhalten wollen. wollen und es vermeiden mit Informationen konfrontiert zu werden, die das ein bisschen in Frage stellen. Was fällt mir ein? Also wir können jetzt die Klimadiskussion nehmen, ohne sie vertiefen zu wollen. Wir wissen im Grunde was gut und richtig wäre und sehen uns dann doch den Flugbuchen, das rote Fleisch essen, das Auto nehmen, denkt dir was aus oder bleiben wir bei der Ernährung. Wir wissen, dass es gut wäre für uns weniger Zucker zu essen, vielleicht ein bisschen weniger Fett und was auch immer deine Diät gerade ist. Die Gesamtmenge so ein bisschen im Blick behalten. Natürlich wollen wir auch auf die Bewegung achten, haben wir ja verstanden und dann stellen wir halt doch wieder fest gelegentlich, dass da ein paar Tage vergangen sind, ohne dass wir Sport gemacht haben und vielleicht haben wir dann doch noch mal den Keks im Meeting oder keine Ahnung was den Riegel am Bahnhof gegessen, soll ja vorkommen, sowas da draußen. Das heißt wir wissen zwar, was richtig ist und haben das auch verstanden und beobachten uns dann dabei, wie wir diesem Wissen eben nicht ganz gerecht werden und das kann dazu führen, dass unser Hirn sehr viele Schleifen dreht und zwar ohne dass wir es mitbekommen. Also wir sagen zwar selber zu den Dingen ja, oberflächlich, Aber unter der Oberfläche ist dann sozusagen das Unbewusste, unsere Gewohnheiten, unsere stillen Denkweisen doch wieder wichtiger. Also im Grunde, auch hier an dieser Stelle wieder der Aufruf in der Diskussion, schauen wir genau hin. Kriegst du jetzt nur ein Ja oder ist da eine echte Überzeugung passiert? Hast du den Raum geöffnet, das innere Prozesse ablaufen, die vielleicht auch ein bisschen länger Zeit brauchen als euer Gespräch. Und hast du den Beitrag dazu geleistet, diesen Raum zu öffnen, in dem dieser Veränderungsprozess angestoßen werden kann? Genau, denn dann werden wir feststellen, dass es nicht mit Lautstärke geht, sondern mit Vertrauen und mit offenen Interesse am anderen und vor allem mit offenen Interesse an unserem gemeinsamen schöneren Morgen, denn das ist ja das, wo wir alle hin wollen. Ich zu meinen und du zu deinen, das ist schon klar und vielleicht finden wir einen gemeinsamen Punkt, so dass ich dich gar nicht überreden muss, sondern dass du selber zu der Überzeugung gelangst, dass es genau jetzt das richtige wäre, dieses schönere Morgen zu erreichen. Und dann brauchen wir gar nicht mehr Widerwillen zu überzeugen, sondern finden eine gemeinsame Basis. Jetzt die Frage an dich? Wo hast du in letzter Zeit das Bedürfnis gehabt, jemanden zu überzeugen? Oder wo hast du vielleicht aus welchen Gründen auch immer ja gesagt, obwohl du nein meintest? Und was kannst du beim nächsten Mal anders tun? Dabei wünsche ich dir viel Spaß, viel Freude und einfach erfolgreiche überzeugende Meinungs-Austausch-Diskussionen.

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Über den Podcast

Der Podcast für Menschen-Menschen mit Inspirationen, besonderen Perspektiven auf die alltäglichen Dinge und gelungenen Gesprächen für ein einfach erfolgreiches Leben, das Spaß macht und Dinge in Bewegung bringt. Hajo beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Leadership und moderner Führung. Er unterstützt Firmen, Führungskräfte und Teams dabei, wirklich wirksam Resultate zu schaffen und sich nicht bloß beschäftigt zu halten. Inspiriert von den Erkenntnissen, Modellen und Weisheiten von Simon Sinek, Fredmund Malik, Reinhard Sprenger, Olaf Kapinski, Bernd Geropp, Tony Robins und Marc A. Pletzer

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